Lebenslanges Lernen fördern, Durchlässigkeit im Bildungssystem ermöglichen und Wettbewerbsfähigkeit sichern.


Düsseldorf. In Hamburg, Bremen oder Hessen besteht bereits die Möglichkeit: Einen Masterstudiengang unter bestimmten Voraussetzungen ohne vorheriges Erststudium zu belegen. Die Junge Union NRW (JU) sieht hier Handlungsbedarf und fordert die Landesregierung auf, als Wirtschaftsland diese Möglichkeit nicht ungenutzt zu lassen und die Lücke zu schließen.

„Die Zulassung geschieht nach einer bundesweiten Eignungsprüfung und unter strengen Auflagen zum wissenschaftlichen Arbeiten“, erklärt Heike Wermer MdL, bildungspolitische Sprecherin der JU. „Unser Ziel ist es, durch diese Umsetzung im bildungspolitischen Wettbewerb mit anderen Bundesländern anschlussfähig zu bleiben.“

Die Grundlage bildet ein Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) aus dem Jahr 2009, der die Zugangsvoraussetzungen für weiterbildende Masterstudiengänge gelockert hat. Der „Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen“ (DQR) beschreibt acht Kompetenzniveaus, denen sich die Qualifikationen des deutschen Bildungssystems zuordnen lassen. Meister, Techniker oder Fachwirte sind hier wie der akademische Abschluss des Bachelors im Kompetenzniveau 6 eingestuft, der Master, als nächsthöhere Bildungsstufe, wird im Kompetenzniveau 7 verordnet.

„Wenn wir lebenslanges Lernen fördern wollen, ergibt es Sinn, die Durchlässigkeit im Bildungssystem zu erweitern. Durch die Gleichstellung der Kompetenzniveaus von Meister, Techniker und Fachwirten mit dem Bachelorabschluss, geben wir ersteren die Möglichkeit, sich akademisch weiterzubilden“, erklärt Wermer abschließend.

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