Zur Forderung der Jusos in der SPD, Schwangerschaftsabbrüche bis in den 9. Monat zu legalisieren, erklären die gesundheitspolitischen Sprecherinnen, Kahtrin Krause und Carolin Westers:

Dieser Beschluss ist menschenunwürdig und verfassungswidrig. Unser christliches Menschenbild verpflichtet zum Schutz und Respekt vor dem Leben – und das in jeder Phase. Wir als Gesellschaft haben hier eine besondere Verantwortung. Der Abbruch einer Schwangerschaft kann immer nur das letzte Mittel sein und nur unter besonderen Gesichtspunkten erfolgen. Unsere gesetzlichen Regelungen sind ausreichend, einen Ausgleich zwischen dem Schutz des Lebens und dem Selbstbestimmungsrecht von Frauen zu schaffen: Bereits heute besteht die Möglichkeit, eine Schwangerschaft durch einen Arzt bis zur zwölften Woche straffrei abbrechen zu lassen. Eine Legalisierung würde einen gesellschaftlichen Wandel bedeuten, der einem Kind grundsätzlich das Recht auf Leben abspricht, bis es geboren wurde. Diese Abwertung lehnen wir entschieden ab. Deshalb macht es uns fassungslos, dass die Jusos die Objektivierung menschlichen Lebens scheinbar billigend in Kauf nehmen. Anders lässt sich das Argument der Jungsozialisten, das Recht am eigenen Körper sei nur dann gegeben, wenn eine Mutter ihre Interessen über die Unversehrtheit eines Kindes im siebten, achten oder neunten Monat stellen könnten, nicht erklären. Was wir benötigen, ist der Ausbau von effektiven Unterstützungsleistungen von Schwangeren in Konfliktsituationen, um Müttern eine wirkliche Entscheidungsfreiheit zu bieten und keine Möglichkeit, Schwangerschaftsabbrüche als nachträgliche Verhütungsmethode zu missbrauchen.

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