Die jungen Christdemokraten unterstützen die Idee von NRW-Innenminister Herbert Reul, Teile der AfD durch den Verfassungsschutz zu überwachen.

Düsseldorf. Nach einer Reihe von Skandalen und der gemeinsamen Demonstration von AfD und Pegida in Chemnitz, an der ebenfalls die rechtsextremen Vereinigungen Identitäre Bewegung und Pro Chemnitz teilgenommen haben, fordert die Junge Union NRW (JU) nun die Überwachung von Teilen der AfD NRW zu prüfen.

„Wir beobachten bereits seit einiger Zeit eine immer besorgniserregendere Entwicklung in der AfD. Der nun offene Schulterschluss mit extremen Rechten war allerdings der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Dem Verdacht auf antidemokratische Bestrebungen muss nun nachgegangen werden, damit wir als Rechtsstaat wehrhaft bleiben“, erklärt der innenpolitische Sprecher der JU, Peter Böker. An der Demonstration haben auch der Sprecher der AfD NRW, Thomas Röckemann MdL sowie sein Stellvertreter, Dr. Christian Blex MdL, teilgenommen. In einem Interview verteidigte Röckemann die Teilnahme von Pro Chemnitz an der Veranstaltung: „Besorgte Bürger gibt es überall. Wer sich unserem Protestzug anschließt, darf das auch.“  Böker zeigt sich fassungslos: „Die Relativierung von Herrn Röckemann zeigt nun endgültig, welches Geistes Kind die AfD ist. Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem man die Verfassungstreue führender AfD-Funktionäre in Frage stellen muss. Wer direkt neben Extremisten marschiert, macht sich mit ihnen gemein.“ Sowohl Röckemann als auch Blex stünden dem völkisch-nationalen Flügel „Patriotische Plattform“ nahe. Die Patriotische Plattform wird bereits in verschiedenen Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet. Aus diesem Grund befürworte die JU die Initiative des NRW-Innenministers, Herbert Reul, die AfD auch in NRW überwachen lassen zu wollen.

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