Familienpolitik

Die Junge Union Nordrhein-Westfalen definiert Familie als den Ort, wo Kinder und Eltern generationenübergreifend Verantwortung füreinander übernehmen. Als kleinste, aber zugleich wichtigste Einheit der Gesellschaft sind Ehe und Familie deshalb besonders zu schützen und zu unterstützen. Es ist Aufgabe der Politik, die Familie durch geeignete Rahmenbedingungen zu fördern. Dabei gilt, dass staatliches Eingreifen erst dort einsetzen sollte, wo die Familiengemeinschaft versagt. Für die Junge Union Nordrhein-Westfalen gilt es, politische Anreize zu setzen, dass Familien Orte von Wärme und Zusammenhalt bleiben. Die ideelle und finanzielle Anerkennung von Familien mit Kindern muss spürbarer werden – beispielsweise im Steuerrecht durch eine Erweiterung um ein Familiensplitting. Auch die Beibehaltung des Elterngeldes und die Weiterentwicklung zueinem Teilzeitelterngeld erachtet die Junge Union Nordrhein-Westfalen für wichtig. Die Berücksichtigung von Betreuungszeiten in der Rente – sowohl für Zeiten der Kinderbetreuung als auch für Zeiten der Pflege eines Angehörigen – ist für die Junge Union NRW gelebte Generationensolidarität. Unterstützen möchte die Junge Union auch alleinerziehende Elternteile, sei es durch flexiblere Arbeitszeiten oder durch längere und flexiblere Betreuungszeiten in Kindertagesstätten. Echte Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung bedeutet für die JU NRW, dass der Betreuung durch ein Elternteil oder abwechselnd beide Elternteile die gleiche Anerkennung zu Teil werden soll wie der aushäusigen Betreuung. Die moderne Arbeitswelt erfordert den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, um berufstätigen Müttern und Vätern Chancengerechtigkeit zu ermöglichen. Dazu ist Flexibilität auch von Seiten der Wirtschaft erforderlich. Der Ausbau von Betreuungsangeboten darf daher nicht zum Selbstzweck werden. Die Junge Union Nordrhein-Westfalen will Familien kein Erziehungsmodell vorschreiben. Das Wohl der Kinder hat für uns oberste Priorität.

Gesellschaftspolitik

Ein zentraler Aspekt der Gesellschaftspolitik, gleichzeitig eine Querschnittsaufgabe aller Politikfelder, ist für die Junge Union Nordrhein-Westfalen die Generationengerechtigkeit. Die Junge Union setzt auf die langfristige Wirkung der heutigen politischen Entscheidungen und grenzt sich damit von kurzfristiger und wahltaktisch motivierter Politik ab. Eine generationengerechte Politik fußt auf der Einstellung, die Leistungen und Werte der älteren Generation anzuerkennen, wertzuschätzen sowie zu bewahren und gleichzeitig die Chancen der jungen Generation zu fördern und sie vor untragbaren Belastungen zu schützen. Die Interessen der Generationen sind dabei in Einklang zu bringen. Jung und Alt profitieren voneinander. Wertebündnisse zwischen den Generationen sind eine Notwendigkeit, um die sozialen Sicherungssysteme fit für die Zukunft zu machen. Eine Verherrlichung der Gegenwart und Vernachlässigung der Zukunft schadet der gesamten Gesellschaft. Unsere Gesellschaft fasst die Junge Union Nordrhein-Westfalen als ein funktionierendes soziales Netzwerk auf, das allen Menschen Chancen bietet, die in einer von Eigenverantwortung geprägten Bürgergesellschaft leben möchten. Freiheit und Verantwortung erfordern Chancengleichheit, um jedem Menschen optimale Entfaltung zu ermöglichen. Ergebnisgleichheit verhindert die Ausbildung individueller Stärken und Neigungen. Nur freien Persönlichkeiten erwächst die Möglichkeit, Eigeninitiative für das Gemeinwohl zu zeigen.