GESCHÄFTSORDNUNG FÜR HOCHSCHULGRUPPEN DER JUNGEN UNION IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Präambel
Die Junge Union sieht ihren politischen Bildungs- und Mitwirkungsauftrag innerhalb der Union als allgemeines politisches Mandat, das sich auf alle Lebens- und Politikbereiche erstrecken kann. Dennoch achtet die JU die Interessen spezieller Vertretungen an Schulen und Hochschulen und fokussiert ihr Engagement auf Bereiche in denen andere junge Verbände der Union keine Aktivitäten entfalten. Unter Beachtung dieses Verständnisses regelt die Junge Union NRW daher ein mögliches Engagement an Hochschulen im Rahmen dieser Geschäftsordnung.

§ 1 Gründung
Gründung und Auflösung eine Hochschulgruppe der Jungen Union ist Aufgabe des zuständigen Kreisvorstandes der Jungen Union. Sie bedürfen der Zustimmung des Landesvorstandes der Jungen Union. Vor der Gründung einer Hochschulgruppe ist der örtlich zuständige Gruppenvorstand des Rings Christlich Demokratischer Studenten zu hören. Bei Unstimmigkeiten entscheidet der Landesvorstand der Jungen Union.

§ 2 Aufgaben
Die Hochschulgruppen dienen ausschließlich der hochschulpolitischen Vertretung der Jungen Union.

§ 3 Name
Die Hochschulgruppen der Jungen Union führen den Namen Junge Union Hochschulgruppe mit dem Namen des jeweiligen Kreises bzw. der jeweiligen kreisfreien Stadt oder der jeweiligen Hochschule als Zusatz.

§ 4 Mitgliedschaft
(1) Mitglied einer Hochschulgruppe der Jungen Union können alle an der jeweiligen Hochschule als Studenten eingeschriebene Mitglieder der Jungen Union Deutschlands werden.

(2) Die Aufnahme als Mitglied erfolgt auf Antrag des Bewerbers. Der Aufnahmeantrag muss schriftlich, in Textform oder auf elektronischem Wege (E-Mail) gestellt werden. Über die Aufnahme entscheidet der zuständige Vorstand der Hochschulgruppe der Jungen Union innerhalb von acht Wochen nach bestätigtem Eingang des Aufnahmeantrags. Im Übrigen gilt § 5 der Satzung der Jungen Union Nordrhein-Westfalen entsprechend.

(3) Die Mitgliedschaft in einer Hochschulgruppe der Jungen Union erlischt mit der Exmatrikulation als Student an der jeweiligen Hochschule oder mit dem Erlöschen der Mitgliedschaft in der Jungen Union.

§ 5 Mitarbeit
In einer Hochschulgruppe der Jungen Union kann auch mitarbeiten, wer an der jeweiligen Hochschule als Student eingeschrieben und nicht Mitglied der Jungen Union ist, aber die Voraussetzungen des § 4 der Satzung der Jungen Union Nordrhein-Westfalen erfüllt.

§ 6 Organe
Die Organe einer Hochschulgruppe der Jungen Union sind:

- die Mitgliederversammlung

- der Vorstand

§ 7 Vorstand
(1) Die Mitglieder einer Hochschulgruppe der Jungen Union wählen mindestens in jedem zweiten Kalenderjahr in geheimer Wahl aus ihrer Mitte einen Vorstand.

(2) Der Vorstand einer Hochschulgruppe der Jungen Union setzt sich zusammen aus:

- dem/der Vorsitzenden

- bis zu zwei stellvertretenden Vorsitzenden

- bis zu zehn Beisitzern

(3) Über die genaue Zusammensetzung des Vorstandes entscheiden die Mitglieder der Hochschulgruppe vor der Wahl des Vorstandes durch einfache Mehrheit.

§ 8 Sitzungen
(1) Die Mitgliederversammlung einer Hochschulgruppe der Jungen Union tritt mindestens einmal im Semester zusammen. Die Einladung durch den zuständigen Vorstand der Hochschulgruppe muss in Textform und unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von zwei Wochen erfolgen. In dringenden Fällen kann die Ladungsfrist durch Beschluss des zuständigen Vorstandes der Hochschulgruppe auf drei Tage abgekürzt werden.

(2) Der Vorstand einer Hochschulgruppe der Jungen Union tritt mindestens sechsmal im Jahr zusammen. Die Einladung durch den Vorsitzenden muss in Textform und unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von einer Woche erfolgen. In dringenden Fällen beträgt die Ladungsfrist zwei Tage.

§ 9 Eingriffsrecht
Erfüllt eine Hochschulgruppe der Jungen Union, die ihr nach den Satzungen und dieser Geschäftsordnung obliegenden Pflichten und Aufgaben nicht, so kann der zuständige Kreisvorstand und der Landesvorstand der Jungen Union das Erforderliche veranlassen, im äußersten Falle eine/n Beauftragte/n einsetzen, die/der vorübergehend die Aufgaben des Vorstandes wahrnimmt.

§ 10 Widerspruchsfreie Geschäftsordnung
(1) Eine Hochschulgruppe der Jungen Union kann sich eine eigene Geschäftsordnung („Satzung“) geben, die den Bestimmungen dieser Geschäftsordnung nicht widersprechen darf.

(2) In allen Angelegenheiten, die durch die vorstehende Geschäftsordnung nicht geregelt werden, gelten die Bestimmungen der Satzung der Jungen Union Nordrhein-Westfalen sowie des örtlichen Kreisverbandes der Jungen Union und der Christlich Demokratischen Union in der jeweils geltenden Fassung entsprechend.

Beschlossen auf der Sitzung des erweiterten Landesvorstands der Jungen Union am 14.12.2013 in Mettmann